Selbstständigkeit mit Kind

Ich bin selbstständig. Aber nicht selbst und ständig. Ich denke viel an mein Business, aber nicht ausschließlich. Geht es dir auch so?

Natürlich definieren wir uns zu großen Teilen über unsere Arbeit, aber wir sind immer mehr als sie. Für mich gehört mein Beruf zu mir und ich bin sehr froh, dass ich ihn habe und so viele berufliche Freiheiten genieße. Mein Beruf ist ein Stück Glück. Aber er ist nicht das Glück in Summe. Verstehst du, was ich meine?

Freiheiten gönnen und genießen

Es gibt so viele Dinge im Leben, die mich glücklich machen und nichts mit meiner Arbeit zu tun haben. Und ich finde, das müssen wir als Selbstständige auch aussprechen und uns zugestehen. Weißt du warum? Mich haben diese Sprüche von wegen als Selbstständige nur noch für die Arbeit zu leben und immer 110 % geben zu müssen, damals richtig ausgebremst. Ich habe gezweifelt, ob ich als Mutter wirklich eine gute Selbstständige sein kann. Ob dann nicht zwangsläufig eine der beiden Seiten zu kurz kommt. Klar, sitze ich auch mal am Wochenende da, wenn es ein größeres oder besonders dringendes Projekt gibt. Aber das ist die Ausnahme! Selbstständigkeit hin oder her: Ich liebe meinen Beruf, aber ich definiere mich nicht 24 Stunden am Tag über ihn. Wann immer dir das finanziell möglich ist, kann ich dich nur dazu ermutigen, das auch zu tun. Es gibt schwierige Lagen und Existenzängste – unbestritten. Aber diese gehören nicht zwangsläufig dazu und es bedeutet nicht, dass du mit dem Tag deiner Gründung nur noch zwischen Angst vor der Auftragsflaute und der völligen Überforderung hin und herpendelst. Also lass einfach mal los und verliere die vielen Glücksmomente außerhalb deines Jobs nicht aus dem Blick.

 

Das große Glück im Kleinen

Ich befürchte, dass viele Frauen sich ausbremsen lassen und nicht den Mut fassen, mit ihrem Business zu starten. Weil sie das Gefühl haben Superwoman und Supermama in Personalunion sein zu müssen. Dass sie entweder schlechte Mütter sind, weil sie ihre Kinder zu selten sehen, oder schlechte Unternehmerinnen, weil sie nicht 60 Stunden pro Woche arbeiten. Sorry, aber das ist absoluter Bullshit! Wir dürfen uns Freiheiten nehmen und uns diese auch zugestehen. Wir dürfen auch als selbstständige Mama unser Wochenende mit der Familie verbringen. Und wir dürfen unseren Blick dafür weiten, dass das große Glück oft im Kleinen steckt und wir dieses immer genießen dürfen.

 

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Vergiss den Entweder-oder-Mist!

Glaub mir, es geht beides: Du kannst deine Kinder und dein Business lieben. Du kannst beiden gerecht werden. Und ich fände es schön, wenn wir das auch tun, ohne uns auf der einen Seite als halbherzige Unternehmerinnen und auf der anderen als Rabenmütter zu fühlen. Schraub mal die Ansprüche an dich selbst runter und du siehst, wie schön das am Ende ist. Und wie gut du trotzdem auf allen Ebenen  bleibst.

 

 

Ich liebe meinen Beruf – aber nicht nur ihn

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