Text:

Weicher

Sind die Zeiten hart, sei du umso weicher,

damit sie dich nicht brechen können.

Und tobt das Leben um dich allzu wild,

versuch dir selbst Milde zu gönnen.

 

Milde mit dem, was du gerade schaffst und was nicht.

Milde mit einer nicht immer großen Zuversicht.

Milde an Tagen, die einfach nur überstanden,

keinen Höhepunkt bergend ein Ende fanden.

 

Sind die Zeiten hart, sei du umso weicher,

damit sie nicht nur prüfen, sondern auch lehren,

wie viele Menschen, Dinge, Taten, Worte

unserer tiefen Dankbarkeit würdig wären.

 

Dankbarkeit für das Geschenk, am Leben zu sein,

Dankbarkeit für die Hoffnung, es kehre Frieden ein,

Dankbarkeit für Stunden, die echte Ruhe schenken,

den Blick zu einem besseren Morgen hin lenken.

 

Sind die Zeiten hart, sei du umso weicher,

weil die wichtigsten Dinge durch Sanftmut geschehen;

verschloss’ne Türen wie verschloss’ne Herzen

durch Weichheit und niemals durch Härte aufgehen.



Angaben im Sinne der Barrierefreheit: Der Text steht auf einem Bild, das sich im Wind bewegende Schilfrohre zeigt. 

Weicher

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