Gedicht Menschlich sein ausgehetzt

Angaben im Sinne der Barrierefreiheit: Das Hintergrundbild zeigt den Vollmond am bewölkten Nachthimmel.

Text:

Menschlich sein

Dass wir hier sind, das ist unser Glück
und kein Verdienst für irgendein Tun,
wir blicken alle zum selben Mond,
doch dürfen nicht gleich unter ihm ruhn.

Während unsre Kinder sanft zugedeckt
dem neuen Morgen entgegenträumen,
müssen Mütter von anderen Kindern
zusehn, wie die ihr Kindsein versäumen.

Dass unser Problem der Ferienstau ist,
während woanders die Erde erbebt,
haben weder wir noch die ausgesucht;
es ist Zufall, wo jeder von uns lebt.

Nun gilt zu wählen: Können wir teilen?
Die Welt als unser aller Platz sehen?
Not als Not und nicht als Schikane;
denn ja, auch wir könnten dort stehen!

Dass wir hier sind, das ist unser Glück,
wir haben gar nichts dafür getan.
Zeit zu erkennen, dass wir Menschen sind;
lasst uns menschlich sein, fangen wir an!

Menschlich sein

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