
Text:
Du fehlst
Ich find’ doch sonst fast immer die richtigen Worte,
aber die, um dir zu helfen, die gab es einfach nicht.
Ich hab versucht für dich das Grau zur Seite zu schieben,
in der Hoffnung, dass das Licht es möglichst bald durchbricht.
Ich hab mit dir gebangt, gewartet und gehofft,
dass das Leben dir seine guten Seiten zeigt.
Versucht, was an Schönem da war hervorzuheben,
damit es über deine Ängste und Sorgen steigt.
Und jetzt? Versickern Hoffnungen und Tränen zugleich,
ich sehe ihnen nach und weiß nichts mehr zu sagen.
Es tut mir so leid, dass das alles nicht reichte,
um ein Stück der ganzen Last für dich zu tragen.
Wie gern hätte ich mehr vom Leben mit dir geteilt,
uns beiden zugesehen, wie wir älter werden,
Geschichten von früher, heute und morgen erzählt,
von der Schule, uns’ren Kindern, wer wir waren und werden.
Leider wird es das nicht geben und das tut so weh.
Doch für die Freundschaft, die wir hatten, danke ich dir.
Ich glaub auch daran: Was zwei Seelen verbindet –
davon wird etwas bleiben, ob dort oder hier.
